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07.02.2013, 21:54 Uhr | Dr. Gottfried Jung Übersicht | Drucken
Die „essbare Stadt“ – ein Modell für Speyer

Einstimmig hat der Stadtrat auf Antrag der CDU-Stadtratsfraktion die Stadtverwaltung beauftragt, zu prüfen, wo in Speyer nach dem Modell „Die essbare Stadt“, das in Andernach und anderen Städten inzwischen praktiziert wird, Grünflächen weiterentwickelt werden können. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen und Kindertagestätten sollen für ein solches Projekt gewonnen werden.  Die Idee der „essbaren Stadt“ soll nach den Vorstellungen der CDU-Stadtratsfraktion zur Leitlinie für die „Grünflächenpolitik“ in Speyer werden.




Öffentliche Grünflächen bestehen meist aus Rasenflächen, Blumenbeeten und Bäumen ohne essbare Früchte. Sie laden zum Spazieren ein, zum Teil zum Sitzen und Spielen, aber in erster Linie sind sie für das Auge gemacht. In verschiedenen Städten gibt es inzwischen eine Bewegung mit dem Ziel, Grünflächen auch für Geruch und Geschmack erlebbar machen. Dementsprechend werden Bereiche ausgewählt, in denen heimische Bäume wachsen, die Früchte tragen, Bereiche, in denen Gemüse und essbare Wildkräuter angepflanzt werden oder in denen Wildblumen blühen. Grünflächen werden dadurch nicht nur optisch attraktiver, sondern sie werden zu lebendigen Beispielen für Nachhaltigkeit, für Artenvielfalt und für Gemeinschaftssinn. So wird die Idee der „essbaren Stadt“ beschrieben, wie sie inzwischen in verschiedenen Städten umgesetzt wurde.

Angeregt auch durch Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern kommt aus der Speyerer CDU der Vorschlag, auch in Speyer das Modell „Die essbare Stadt“ auf den Weg zu bringen. Das wird sicherlich nur schrittweise möglich sein, vornehmlich im Rahmen anstehender Umgestaltungsmaßnahmen oder bei anstehenden Neuanlagen von geeigneten Grünflächen. Es lassen sich aber sicherlich auch an unterschiedlichen Standorten eher unscheinbare kleine Flächen finden, die entsprechend der Idee der „essbaren Stadt“ genutzt werden können. Ein Beispiel, das genau dieser Zielsetzung entspricht, nämlich der Garten auf dem Gelände der Burgfeldschule, wurde jüngst mit dem Umweltpreis der Stadt Speyer ausgezeichnet.

Entsprechend gestaltete Grünflächen fördern, wie bereits erwähnt, nicht nur die biologische Vielfalt, sondern den Gemeinschaftssinn, wenn sie nicht einfach „für“ Bürgerinnen und Bürger hergestellt werden, sondern „mit“ ihnen beziehungsweise „von“ ihnen. Sie können in Wohngebieten entstehen, wo sich Anwohner um ihre Pflege kümmern, an Schulen, an Kindertagesstätten oder auch an zentralen Orten in der Stadt. Die „essbare Stadt“ lebt vom Mitmachen, von bürgerschaftlichem Engagement und einer neuen Form des „Gebrauchens“ von öffentlichem Grün, wie die Projektidee in Andernach beschrieben wurde. „Pflücken erlaubt“ tritt dort an die Stelle des aus der Vergangenheit gut bekannten „Betreten verboten“.


aktualisiert von Michael Wagner, 07.02.2013, 20:57 Uhr


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