Ein „Mann der Tat“ wurde heute im Dienstzimmer von Oberbürgermeister Werner Schineller geehrt. Als äußeres Zeichen seiner hervorragenden Tätigkeit für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge wurde Bernd Kehl vom Landesverbandsvorsitzenden Michael Hörter die Ehrennadel in Gold verliehen. Eine Auszeichnung, die er erst zum zweiten Male in seiner bereits 11-jährigen Amtszeit verleihe, unterstrich Vorsitzender Hörter den Stellenwert dieser Auszeichnung.
Bernd Kehl, der sich über die Ehrung sichtlich freute, war bis 2005 hauptamtlicher Geschäftsführer des Bezirks Rheinhessen-Pfalz, seither engagiert er sich ehrenamtlich als Stadtbeauftragter wie Bezirksvorstand in der Verbandsarbeit. Kehl zähle zu den wenigen, für die das hauptamtliche Engagement für den Verband Berufung gewesen sei, attestierte ihm Landesverbandsvorsitzender Michael Hörter. Folglich sei es nicht verwunderlich, dass seine ehrenamtlichen Verdienste ebenfalls außergewöhnlich seien.
OB Schineller verwies nicht ohne Stolz auf die Haus- und Straßensammlungen des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, bei der Speyer seit Jahren landesweit den ersten Platz belege. Ohne Bernd Kehl als Motor sei dies undenkbar, dankte ihm der OB für seinen ehrenamtlichen Einsatz. Auch unterstütze er die Stadt bei der Ausrichtung der Gedenkfeier zum Volkstrauertag und auf Landesebene die Zusammenarbeit von Bundeswehr und den Militärbehörden im benachbarten Frankreich. Besonders zu würdigen sei Bernd Kehls engagierte Friedensarbeit mit Jugendlichen, waren sich Schineller und Hörter einig. Mehrfach habe er Schulklassen im Rahmen der politischen Bildung zu den Gedenkstätten nach Verdun, Niederbronn und Hinzert geführt. Darüber hinaus werde auf seine Initiative hin in Speyer erstmals ein Internationales Jugendcamp der Kriegsgräberfürsorge stattfinden. Vom 14. bis 28 Juli 2009 werden 25 Jugendliche aus rund 15, überwiegend osteuropäischen Nationen in der Domstadt zusammenkommen. „Hier wird im Zeichen der Völkerverständigung Friedensarbeit geleistet, indem das Erinnern und Gedenken an die Opfer des Krieges bei der jungen Generation wach gehalten und für Toleranz und Frieden geworben wird“, erläutert Kehl. „Den Jugendlichen wird bewusst, dass sie bereits älter sind, als die vielen im Krieg Gefallenen, deren Grab sie pflegen.“ Diese Bewusstseinsschärfung diene seinem Hauptziel: „Versöhnung über Gräber“, unterstrich Bernd Kehl die Motivation für seine Verbandsarbeit. Natürlich sei auch die Grabpflege als solche wichtig. Es gelte den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft eine würdige Ruhestätte im Ausland zu erbauen und zu erhalten. Und nicht zuletzt seien Hinterbliebene außerordentlich dankbar dafür, wenn es ein Grab gibt, das sie besuchen können, einen Ort, an dem sie trauern können.“