Ein "festes Band" zwischen Speyer und Chartres knüpfen, "den Austausch zwischen den Einwohnern begünstigen, so dass die beiden Völker sich besser kennen lernen und ein lebhaftes Gefühl der europäischen Bruderschaft empfinden", so lauten die Worte der Partnerschaftsurkunde, die Oberbürgermeister Dr. Paulus Skopp und Monsieur le maire de Chartres Joseph Pichard am 24. Mai 1959 in Chartres unterzeichneten.
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50 Jahre nach diesem denkwürdigen Tag erneuerten nunmehr die Oberbürgermeister Werner Schineller und Jean-Pierre Gorges die Partnerschaftsurkunden im Salon Marceau, dem Stadtratsitzungssaal der Stadt Chartres.
Regen Anteil an den umfangreichen Jubiläumsfeierlichkeiten des 50-jährigen Geburtstages nahmen auch die CDU-Stadträte Barbara Hintzen, Dr. Gottfried Jung, Manfred Mussotter und Michael Wagner.
So besuchte die Delegation, an deren Spitze Oberbürgermeister Werner Schineller und Bürgermeister Hanspeter Brohm u.a. das „Stacheldrahtseminar“, die europäische Begegnungsstätte Franz Stock. Abbé Franz Stock war katholischer Priester und während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg Seelsorger der Gefängnisse von Paris und der Hinrichtungsstätte auf dem Mont Valerien. Nach dem Krieg hat er das sogenannte ”Stacheldrahtseminar” von Chartres als Rektor geleitet. Er gilt als ein Wegbereiter der Deutsch-Französischen Freundschaft. Bei dem „Stacheldrahtseminar“ handelt sich um einen der seltenen Orte, der die deutsch-französische Versöhnung verkörpert.
In den Tagen von Christi Himmelfahrt bis Sonntag nutzten zahlreiche Speyerer Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich mit ihren Chartrainer Freunden zu treffen, Konzerte und Ausstellungen zu besuchen und in der wunderschönen Altstadt einzukaufen.