Große Geschlossenheit zeigten die fast 400 Delegierten beim 65. Landesparteitag der CDU Rheinland-Pfalz in Bingen. Für den Kreisverband Speyer waren der Kreisvorsitzende Michael Wagner, der Fraktionsvorsitzende Dr. Gottfried Jung und der Vorsitzende des Ortsverbandes Speyer-West nach Bingen gereist.
Auf dem ersten Parteitag nach der Landtagswahl sezierte die Landesvorsitzende Julia Klöckner Stück für Stück die Baustellen in Rheinland-Pfalz.
Das Millionengrab Nürburgring mit den fast täglich zu lesenden skandalösen Enthüllungen, die Auseinandersetzung der Landesregierung mit der Gerichtsbarkeit und der Schließung des Oberlandesgerichtes Koblenz, der Unterrichtsausfall an den rheinlandpfälzischen Schulen, den die Landesregierung permanent leugne.
Die Landesregierung setze eindeutig die falschen Schwerpunkte. Sie opfere die Zukunft des Landes den Zwecken ihres Machterhalts. "Diese Politik ist nachhaltig, sie wird unseren Kindern noch nachhaltig in Erinnerung bleiben. Sie werden sagen: Danke Kurt, es war nicht nötig", schloss die Landesvorsitzende und erhielt minutenlang stehenden Applaus.
Im weiteren Verlauf des Parteitages verabschiedete sich Josef Rosenbauer aus seinem Amt als Generalsekretär.
„Die CDU ist heute ohne Schulden. Sie hat eine der modernsten Landesgeschäftsstellen in Deutschland. In allen fünf Wahlen in den letzten Jahren hat die CDU Rheinland-Pfalz als beste im Vergleich zu den anderen Bundesländern abgeschnitten. Und ich bin froh, meinen Teil dazu beigetragen zu haben“, erklärte Rosenbauer.
Zu Rosenbauers Nachfolger wurde mit 95,88 Prozent der Stimmen Patrick Schnieder gewählt. Als neuer Generalsekretär möchte Schnieder vor allem im Land unterwegs sein. Er habe klare Vorstellungen von seiner Aufgabe und seinen Zielen: „Vor Ort zuhören, vor Ort lernen und vor Ort handeln.“ Die Welt drehe sich immer schneller. Deshalb möchte Schnieder in einer Zukunftswerkstatt über die großen und drängenden Themen diskutieren. „Wir müssen uns Zeit nehmen, um Grundsatztreue mit aktuellen Ereignissen in Einklang zu bringen“, so Schnieder.
Der 43-Jährige Bundestagsabgeordnete stammt aus Arzfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm und war von 1999 bis 2009 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld.