„Ich möchte, dass die CDU Speyer Meinungsführer in wichtigen Fragestellungen ist, ich möchte, dass die CDU Speyer „Kante“ zeigt. Die CDU Speyer steht für eine allzeit verlässliche Politk,“ rief Michael Wagner auf dem Kreisparteitag der Speyerer CDU den Mitgliedern am Ende seines einstündigen Rechenschaftsberichtes zu. Bei der anschließenden Wahl zum Kreisvorsitzenden wurde Wagner mit großer Mehrheit (56 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme) im Amt bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wurden Monika Kabs und Dr. Gottfried Jung gewählt. Als Schatzmeisterin zeichnet weiterhin Inge Höhl verantwortlich, zur Schriftführerin wurde wiederum Silvia Hoffmann bestellt. Fanny Avril, Thomas Cantzler, Johannes Doerr, , Nadja Hattab, Frank Hoffmann, Rosemarie Keller-Mehlem, Angela Magin, Hans Peter Rottmann, Stefan Serr und Thoms Stevens wurden zu Beisitzern, Wolf Bonnet und Michael Doll zu Kassenprüfern gewählt.

Der alte und neue Kreisvorsitzende konnte zu Beginn der Veranstaltung den Ehrenvorsitzenden der CDU Speyer, Hanspeter Brohm, Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Bürgermeisterin Monika Kabs, Fraktionsvorsitzenden Dr. Gottfried Jung, Staatsminister a.D. Dr. Georg Gölter und den Bundestagsabgeordneten Norbert Schindler begrüßen. Ein besonderer Willkommensgruß galt Oberbürgermeister a.D. Werner Schineller, dem Wagner noch einmal ganz persönlich für dessen Einsatz um die Speyerer Synagoge dankte. Entschuldigt fehlte Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke, der an diesem Abend im Bundeskanzleramt in Berlin weilte.
In seinem präsentationsgestützten Rechenschaftsbericht machte Wagner anhand verschiedener Beispiele deutlich, dass die CDU Speyer eine allzeit verlässliche Partei sei und die Anliegen der Menschen ernst nehme. Deshalb suche man immer wieder in öffentlichen Veranstaltungen wie Ortsbegehungen, Bürgerversammlungen und öffentlichen Informationsveranstaltungen in den verschiedenen Stadtteilen das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern. So nehme man Anregungen aus den Stadtteilen mit für die allgemeine politische Arbeit. Und man habe die Chance, täglich mit neuen, interessanten Menschen zusammenzutreffen. Das decke sich auch ganz mit seiner grundsätzlichen Lebens-Maxime: „Der Mensch muss immer im Mittelpunkt des Handelns stehen – alles, was sonst in Gang gesetzt wird, muss sich diesem Ziel unterordnen und kann nur als Werkzeug zum Erreichen dieses Zieles dienen“, so der Kreisvorsitzende.
Man dürfe sich aber nicht auf Erreichtem ausruhen. „Es liegt jede Menge Arbeit vor uns und diese müssen wir konsequent angehen,“ so Wagner in seinem Ausblick. So müsse man die Mitgliederstruktur überdenken und Mitglieder für die CDU werben. Erste vielversprechende Ansätze gäbe es durch den ins Leben gerufene Arbeitskreis „Mitgliederwerbung“. Auch gelte es die organisatorischen Strukturen zu verbessern. Die Wahlanalysen hätten gewaltige Umbrüche im Wahlverhalten in den einzelnen Stadtgebieten aufgezeigt. Es gäbe Ortsverbände, die sich durch die Neuschaffung von Wohnraum radikal vergrößert hätten. „Wenn wir hier weiter nahe bei den Menschen bleiben wollen, müssen wir intern über eine Neuzuschneidung der Ortsverbände reden. Ich denke an die Schaffung eines weiteren Ortsverbandes „Mitte“, so der Kreisvorsitzende. Und im Hinblick auf die neu eingeweihte Synagoge wünsche sich Wagner ein interreligiöses Zentrum in Speyer, in dem sich die monotheistischen Religionen begegnen könnten.
Die CDU sei eine in der Speyerer Gesellschaft fest verankerte Partei, betonte Wagner. „Maßgebenden Anteil an dieser Verankerung haben die CDU Ortsverbände und die CDU Gliederungen, die neben ihrer politischen Betätigung immer wieder zu verbindenden gesellschaftlichen Veranstaltungen einladen“, lobte der Kreisvorsitzende.
Kommunalpolitik müsse stets seriös, solide und verlässlich sein. „Wir wollen keine Beliebigkeit. Wir müssen intensiv über die anstehenden Entscheidungen reden, wir dürfen sie aber nicht zerreden und auf die lange Bank schieben.“ Die CDU Speyer sei den Bürgerinnen und Bürgern eine allzeit verlässliche Partei, so der Kreisvorsitzende abschließend.