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CDU Speyer ehrt langjährige Mitglieder

Friedel Flörchinger und Walter Goldschmidt seit 1946 Mitglied der CDU

Bei der Mitgliederehrung der CDU Speyer im Feuerbachhaus konnte der Kreisvorsitzende Michael Wagner neben den zahlreichen Jubilaren auch nahezu die gesamte CDU-Führungsmannschaft begrüßen. Neben Oberbürgermeister Hansjörg Eger, der  auch ein Grußwort sprach, ließen es sich Bürgermeisterin Monika Kabs, Fraktionsvorsitzender Dr. Gottfried Jung und Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke trotz vieler anderer terminlicher Verpflichtungen nicht nehmen, den Jubilaren persönlich zu gratulieren und zu danken.
„Wir ehren Sie heute für Ihre 65-, 50-, 40- und 25-jährige Mitgliedschaft in der Christlich Demokratischen Union Deutschlands, der Sie über einen so langen Zeitraum hinweg die Treue gehalten haben,“ so der Kreisvorsitzende. Treue sei ein kleines Wort mit gerade einmal 5 Buchstaben , aber ein Wort von großem und gewichtigen Wert für unsere Gesellschaft. Treu zu jemandem stehen über viele, viele  Jahre hinweg bedeute, sich unbedingt auf jemanden verlassen können, zu jemandem Vertrauen haben können.

Treue, Verlässlichkeit und Vertrauen seien Begriffe, die sich in unserer heutigen Zeit leider seltener wiederfänden und die doch so wichtig für das gesellschaftliche Miteinander seien. „Treue, Verlässlichkeit und Vertrauen sind Werte , für die Sie, liebe Jubilare, stehen,“ so Wagner.

Angesichts dieser Tatsache sollte man sich die Frage nach den Werten des Zusammenlebens jeden Tag auf's Neue stellen. Dabei könne nach dem Verständnis des Kreisvorsitzenden schon aus kulturgeschichtlichen Gründen kein Wertebegriff ohne die Bezugnahme auf Religion auskommen, da die christlichen Kategorien sehr tief im moralischen Selbstverständnis des Abendlandes verankert seien. „Dies gilt insbesondere und gerade für uns Christdemokraten,“ so der Speyerer CDU-Chef.

Wagner zitierte Konrad Adenauer, der in seinen "Erinnerungen" über die Tagung der Christlich-Demokratischen Union vom 26.2. bis 01.03.1946 in Neheim-Hüsten festhielt, dass man aus der religionsfeindlichen Haltung des Nationalsozialismus und ihren Folgen klar erkannt habe, dass der Mensch für sein Leben eine ethische Grundlage brauche.
Die christliche Grundlage der demokratischen Union sei das absolut Notwendige und Entscheidende. An die Stelle der materialistischen Weltanschauung, wie man sie unter dem Nationalsozialismus erlebt habe, sollte wieder die christliche Weltanschauung treten; an die Stelle der sich aus dem Materialismus ergebenden Grundsätze die Grundsätze der christlichen Ethik. Die christliche Wertauffassung allein gewährleiste Recht, Ordnung und Maß, Würde und Freiheit der Person und damit eine wahre und echte Demokratie, die sich nicht auf das formelle Geschehen im Staate beschränken dürfe, sondern das Leben des einzelnen wie das der Völker tragen und durchdringen solle. „Wir betrachten die hohe Auffassung des Christentums von der Menschenwürde, vom Wert eines jeden einzelnen Menschen als Grundlage und Richtschnur unserer Arbeit im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben unseres Volkes,“ so Konrad Adenauer in seinen „Erinnerungen“.

Im Hinblick auf die fürchterlichen und schlimmen Entwicklungen im Bereich der Neo-Naziszene in Zwickau bestehe nach Wagner kein Grund, von dieser Zielsetzung abzurücken. Christliche Werte wie Nächstenliebe und Menschlichkeit seien lebensnotwendige Zielvorstellungen für Familie und Schule, für die eigene Orientierung, für die Erziehung im gesellschaftlichen Miteinander.

Die CDU-Speyer  habe sich immer den Werten Hilfsbereitschaft, Miteinander und Nächstenliebe verbunden und verpflichtet gefühlt, sie habe immer nach diesen  Werten gehandelt, die Politik der CDU-Speyer sei begründet auf Vertrauen und Verlässlichkeit.