CDU Speyer - Deine Speyer-Partei.

Weihnachtsbrief des CDU-Kreisvorsitzenden Michael Wagner

Liebe Parteifreunde,
sehr geehrte Damen und Herren,

in diesen Tagen las ich in der Zeitschrift „Jesuiten“ einen Artikel mit der Überschrift „Wie geht „besinnlich“?“. Der Autor Ansgar Wiedenhaus schildert darin die jährlich im Advent sich wiederholende Problematik der inneren Unruhe, der Gehetztheit, und der scheinbaren Unmöglichkeit, adventliche und weihnachtliche Besinnlichkeit zu erfahren.

Hand auf’s Herz, meine lieben Parteifreunde, geht es uns nicht ebenso? Fühlen nicht auch wir gerade in der Adventszeit die große Anspannung, zum Weihnachtsfest hin alles erledigt haben zu müssen? Geschenke müssen besorgt, der Festbraten muss ausgesucht und der Christbaum beschafft werden. Und dabei sollen Arbeitsalltag, Familie, Politik, normales Schlafbedürfnis und dann auch noch Besinnlichkeit unter einen Hut gebracht werden.
Ansgar Wiedenhaus beruhigt seine Leser, indem er aufzeigt, dass selbst Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem keine Besinnlichkeit erfahren konnten. Vielmehr werden sie wohl mit Sorgen und Ängsten aufgebrochen sein, vielleicht sogar mit mancherlei Unausgesprochenem, das auf ihrer Beziehung lastete.

Wir sollten uns also, liebe Parteifreunde, gar nicht so sehr die erdrückende Selbstverpflichtung zur Besinnlichkeit auferlegen, so Wiedenhaus, sondern vielmehr gerade in dieser Zeit versuchen, unsere Gefühle und Stimmungen wahrzunehmen und diese vor Gott zu bringen. Und denken wir daran, dass gerade darin ja das Großartige an der Menschwerdung besteht: in Gottes Ungeduld, seine Nähe uns zeigen zu wollen. Darin, dass er nicht wartet, bis es bei uns mal etwas ruhiger, etwas frommer, etwas gottgemäßer zugeht, sondern das Hier und Jetzt.

In wenigen Tagen ist Weihnachten, wir gedenken der Menschwerdung Christi, wir feiern das Fest der Liebe. Und wir dürfen entdecken und erfahren, dass Gott unserer Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit, nach Zuhause und nach Gemeinschaft eine Zukunft gibt: das ist Besinnlichkeit. Wir dürfen entdecken und erfahren, dass er mit seiner Liebe und Gegenwart unseren Alltag umfängt: das ist Weihnachten.

Dabei dürfen wir uns gerade in dieser Zeit der Geschehnisse des abgelaufenen Jahres, das von Aufbruch und Neuanfang gekennzeichnet war, erinnern. Wir Speyerer Christdemokraten können da durchaus auf ein erfolgreiches politisches Jahr zurückblicken.

Bei der Landtagswahl im März konnte Dr. Axel Wilke den Wahlkreis 38 zurückgewinnen und direkt in den Rheinland-pfälzischen Landtag einziehen. Unter der Führung unserer Landesvorsitzenden Julia Klöckner zeigt sich unsere Partei geeint und geschlossen wie lange nicht mehr und ist unaufhaltsam auf dem Weg, wieder stärkste Partei in Rheinland-Pfalz zu werden. Und nach der gewonnen Wahl im letzten Jahr kann Oberbürgermeister Hansjörg Eger auf ein sehr arbeitsreiches und unbedingt erfolgreiches erstes Amtsjahr mit vielen Gesprächen in zahlreichen Begegnungen mit den Menschen unserer Stadt zurückblicken.

Diese Begegnungen sind uns Christdemokraten wichtig. Wir stehen für ein harmonisches Zusammenleben der Generationen und der unterschiedlichen sozialen Gruppen. Dafür ist es wichtig, unserer Gesellschaft Zusammenhalt zu geben. Und dafür ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt zuzuhören.

Sehr nachdenklich müssen uns unbedingt die menschenverachtenden Ereignisse um die braune Terrorgruppe von Zwickau machen. Ich darf deshalb an dieser Stelle an Konrad Adenauer erinnern, der in seiner berühmten Rede von Neheim-Hüsten auf die religionsfeindliche Haltung des Nationalsozialismus verwiesen hatte, aus der das unvergleichliche Unglück von Weltkrieg und Holocaust über die Menschheit gekommen sei. “Der Mensch braucht deshalb eine ethische Grundlage”, führte Adenauer damals aus, “Die christliche Grundlage ist dabei das absolut Notwendige und Entscheidende”.
Dazu bekennen wir uns Christdemokraten bis heute.

Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Angehörigen wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen für ein gesundes und glückliches Neues Jahr.

Ihr
Michael Wagner
Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Speyer