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Fantastisches Umfrageergebnis für die CDU-Speyer

RHEINPFALZ-Meinungsumfrage: CDU legt zu und kommt auf 39 %

Würde am Sonntag in Speyer ein neuer Stadtrat gewählt, wäre die CDU wieder stärkste Fraktion. Sie könnte zwischen drei Partnern wählen, mit denen es zur Zweier-Koalition reichen würde. SPD und Grüne liegen im Prinzip gleichauf, die SPD verliert, die Grünen legen deutlich zu. Die FDP würde zu einer Koalition nicht mehr gebraucht. Die Speyerer Wählergruppe (SWG) hält sich stabil.

Das ist das Ergebnis der repräsentativen Umfrage des Mannheimer Meinungsforschungsinstitutes CMR im Auftrag der RHEINPFALZ am Montag und Dienstag dieser Woche. Die CDU erreicht in dieser Momentaufnahme unter den wahlberechtigten Speyerern, die sich bereits für eine Partei entschieden haben, 39 Prozent. Bei der Kommunalwahl 2009 holte sie 33,4, in der bisher letzten Umfrage im November 2010 noch 32,5 Prozent.
Die SPD, die 2009 von 22,4 Prozent der Wähler gewählt worden war, landet nur noch 20,9 Prozent. In der Umfrage im November 2010 hatte sie 23,9 Prozent erzielt.

Für die Grünen zeigt die Kurve noch steiler nach oben als bei der CDU. Wäre am Sonntag bereits Wahltag, stünden für sie am Ende 20,8 Prozent zu Buche. 12,9 Prozent lautete ihr Wahlergebnis 2009. In der Umfrage 2010 hatten sie sogar 21,6 Prozent erreicht.

Die FDP, bei der letzten Kommunalwahl noch mit rund 6,1 Prozent dabei, fällt aktuell auf 2,4 Prozent. Schon bei der Umfrage 2010 war ihr Stern im Sinken begriffen: 2,9 Prozent hatte sie damals erreicht.

„Die CDU wächst, sie könnte sich den Koalitionspartner auswählen. Die SPD ist dagegen weiter auf kontinuierlichem Weg nach unten. Sie versammelt offensichtlich nur noch ihre Stammwählerschaft hinter sich”, interpretiert CMR-Wahlforscher Michael Mohr die Zahlen. Halte die Entwicklung bei den Genossen an, wäre es nicht unwahrscheinlich, dass sie hinter den Grünen zur drittstärksten politischen Kraft in Speyer werden könnte. Die Partei müsse dringend Themen besetzen, rät er.

Für die Grünen zahle sich natürlich die politische Großwetterlage nach wie vor aus. Aber auch das kommunalpolitische Engagement, zuletzt mit Informationsabenden zu aktuellen Themen wie Schulsituation, zeige laut Mohr deutlich Wirkung beim Wahlvolk.

Aus dem 2010er Umfrage-Zwischentief mit „nur” 7,5 Prozent heraus und schon nahezu wieder auf dem Niveau der vergangenen Kommunalwahl (13,3 Prozent) ist die SWG mit aktuell erfragten 12,1 Prozent. „Eine stabile Größe”, so Mohr.

Seit der Wahl 2009 (6,1 Prozent) ständig nach unten zeigt der Trend für die Bürgergemeinschaft Speyer (BGS). Die Umfrage 2010 sah die Wählergemeinschaft bei 4,3 Prozent. Jetzt hat sie sich auf 2,2 Prozent nochmals halbiert.

Wieder weiter nach unten rutscht die Unterstützung der Wähler für die Linke und Republikaner. Die Linke kommt in dieser Woche noch auf 1,5 Prozent. In den Stadtrat war sie 2009 mit 2,8 Prozent der Speyerer Wähler im Rücken eingezogen. Bei der Umfrage 2010 stand sie bei 4,6 Prozent.

Dass sie den Republikanern ihre Stimme geben, sagen gegenwärtig 1,1 Prozent der Wähler. Bei der Kommunalwahl konnten sie 3 Prozent der Stimmen sammeln. Eine Verdopplung ihres jetzt ermittelten Anteils bei einer Wahl ist laut Mohr auf diesem Niveau noch denkbar. Nicht alle ihre Wähler räumten bei Umfragen offen ein, dass sie der Partei ihre Stimme geben.

Mohr unterstreicht, dass es sich bei der Umfrage um ein momentanes Stimmungsbild in der Speyerer Wählerschaft und nicht um eine Ergebnisvorhersage der Kommunalwahl 2014 handelt. Aber es gelte zu berücksichtigen: „Die Hälfte der Zeit bis dahin ist um.” (ell)