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Öffentliche Fraktionssitzung in Speyer-West sehr gut besucht

Eine stattliche Besucherzahl konnte der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Gottfried Jung im vollbesetzten Saal des Hauses Pannonia zur öffentlichen Fraktionssitzung begrüßen, zu der auch das Landtagsmitglied Dr. Axel Wilke und der Kreisvorsitzende der CDU, Michael Wagner erschienen waren. Im Mittelpunkt des Abends stand das Thema „Soziale Stadt Speyer-West“, ein Begriff der für ein mehrjähriges Förderprogramm von Bund und Land steht, mit dem in Speyer-Nord in den vergangenen Jahren ausgezeichnete Erfolge erzielt wurden.
Gelänge es auch für Speyer-West, in dieses Förderprogramm endgültig aufgenommen zu werden, könnte laut Oberbürgermeister Schineller in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren im Westen Speyers mit Investitionen von fünf Millionen Euro gerechnet werden.
Zu Beginn der Veranstaltung riefen der Vorsitzende des CDU Ortsverbandes Speyer-West, Georg Emes und seine beiden Vertreter Silvia Hoffmann und Rüdiger Stepper in einer gelungenen PowerPoint-Präsentation die besonderen Merkmale dieses Stadtteils in Erinnerung.

In Kürze werde als erste Teilprojekte mit der Neugestaltung des Schulhofes der Woogbachschule und des Spielplatzes bei der Schule im Erlich begonnen. Hierbei bekämen interessierte Eltern die Möglichkeit, ihre Vorstellungen mit einzubringen. Von den zwei Millionen Euro für die Sanierung von Schulgebäuden komme ein großer Teil den Schulen in Speyer-West zugute, erläuterte Schineller. Die immer wieder auftretenden Probleme mit verschiedenen Jugendgruppen im Bereich des Berliner Platzes erfordere nach Meinung Dr. Jungs ein enges Zusammenwirken der Stadt und der Polizei.

Bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen könnte die Gewo nach Auffassung von Geschäftsführer Alfred Böhmer auch als Maßnahmeträger für die Schaffung speziellen Wohnraumes für die ältere Generation tätig werden. Problematisch seien hier jedoch oft die unterschiedlichen Wünsche und Vorstellungen potentieller Interessentengruppen. Mit besonderen, auf die Bedürfnisse älter Menschen zugeschnittenen Finanzierungsmodellen könnte es gelingen, das Interesse für neue Wohnformen im Alter zu stärken.

„80 % der älteren Mitbürger möchten so lange dies nur möglich ist den Lebensabend in ihrer eigenen Wohnung verbringen“, erläuterte Andreas Lutz, Inhaber eines Zentrums für ambulante Hilfeleistungen. Die Verwirklichung dieses Zieles wird durch vielerlei Angebote unterstützt, z.B. auch durch das jüngst geschaffene Dienstleistungszentrum „sophi“ (Speyerer Organisation privater Hilfen), bei dem man nicht nur waschen und bügeln lassen, sondern auch einen Putz- und Reinigungsservice und eine Vielzahl anderer familienunterstützender Hilfen im Alltag zu angemessenen Preisen anfordern kann, erläuterte Thomas Cantzler, der auch von Sprachkursen und weiteren Hilfen im Alltag für Spätaussiedler berichtete. Junge Mütter ohne Schulabschluss oder beruflicher Perspektive können spezielle, auf ihre Lebenssituation zugeschnittene Hilfen erhalten.

„Soziale Probleme sind in Speyer-West nicht zu leugnen. Aber es wird daran gearbeitet, sie zu lösen und mit Unterstützung der Stadt und den Kommunalpolitikern kann es gelingen sie zu lösen“ äußerte Frau Klumb, Leiterin des Hauses für Kinder St. Hedwig und seit 25 Jahren in diesem Stadtteil mit der Erziehung von Kindern befasst. Dem sei nichts hinzuzufügen, so Dr. Jung, der die öffentliche Fraktionssitzung mit dem Dank an die Besucher und Vertreter verschiedener Einrichtungen sowie für deren Diskussionsbeiträge schloss.