CDU Speyer - Deine Speyer-Partei.

CDU-Forum "Energie für Speyer" sehr gut besucht

Neue Technologien und Innovationen prägen die Energieversorgung der Zukunft

Breit gefächerte Informationen zur Zukunft der Energieversorgung präsentierte ein kompetent besetztes Podium auf der Veranstaltung der CDU „Energie für Speyer“. Vor einem großen Publikum wies Fraktionsvorsitzender Dr. Gottfried Jung einleitend darauf hin, dass sich die Stadt Speyer mit der von der CDU erarbeiteten und vom Stadtrat beschlossenen Klimaschutz- und Energieleitlinie einen anspruchsvollen Rahmen für ihren Weg in die Zukunft der Energieversorgung gegeben habe.


Foto: SiegmundFoto: Siegmund
Kernpunkte der Leitlinie seien das Sparen von Energie, das Ausschöpfen vorhandener Energiequellen durch Kraft-Wärme-Kopplung und der weitere Ausbau der erneuerbaren Energie. Ziel müsse es sein, sich so weit wie möglich von den immer knapper und immer teurer werdenden Energieträgern Öl und Gas abzukoppeln. Welche Maßnahmen dazu notwendig seien, müsse Gegenstand eines konkreten Klimaschutzprogramms werden, für das von der Bundesregierung erhebliche Fördermittel erwartet werden könnten.

Die Übernahme von in Mannheim vorhandener Abwärme zur Fernwärmeversorgung sei nur ein Baustein neben anderen. Die Erzeugung von Biogas aus Biomasse müsse ebenso hinzukommen wie zum Beispiel die von der CDU schon seit längerem propagierte Nutzung von Abwasserwärme, aber auch von oberflächennaher Erdwärme.

Zur Konkretisierung der Klimaschutz- und Energieleitlinie, so Oberbürgermeister Werner Schineller, sei es möglich, schon bald ein konkretes Klimaschutzprogramm in Auftrag zu geben, das Grundlage für weitere Maßnahmen beim Energiesparen und bei der Gewinnung regenerativer Energie sein könne. Da durch die Übernahme von Fernwärme aus Mannheim nur 13 % des derzeitigen Gaseinkaufs der Stadtwerke ersetzt würden, bestehe noch ein großes Potential für weitere Maßnahmen.  Der Oberbürgermeister verwies aber auch auf die großen Anstrengungen der letzten Jahre zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude, die weiter fortgesetzt würden.

Prof. Karl Keilen vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium beschrieb ausführlich und für die Zuhörer sehr eindrucksvoll das Zukunftsszenario der Energieversorgung in Rheinland-Pfalz. Wenn nicht massiv gegengesteuert werde, wachse der Gasverbrauch und damit die Abhängigkeit von den wenigen relevanten Gaslieferländern weiter an. Heute sei es bereits möglich und in Zukunft werde es Standard, Gebäude als Energiegewinnhäuser zu errichten. Erheblich zunehmen werde die Bedeutung der Windkraft mit einem Anteil von 40 % an der Stromproduktion. Die Stromproduktion neuer Windkraftanlagen werde um das Zehnfache über der Leistungsfähigkeit herkömmlicher Anlagen liegen.

Prof. Keilen begrüßte die Entscheidung der Stadt Speyer, Abfallabwärme aus dem Großkraftwerk Mannheim zur Fernwärmeversorgung zu nutzen. Mit dieser umweltfreundlichen Lösung gewinne Speyer Zeit, um auf längere Sicht sein Fernwärmenetz mit Geothermie zu speisen. Speyer sei Teil der künftigen Geothermieregion im Oberrheingraben.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Wolfgang Bühring, stellte ausführlich die Modellprojekte auf der Basis erneuerbarer Energie auf dem Gelände des alten Schlachthofs und auf dem Normandgelände sowie den Stand und die Perspektiven der Fotovoltaik in Speyer dar. Die Stadtwerke seien sehr daran interessiert, gemeinsam mit den privaten Haushalten sowie mit Gewerbe und Industrie den Energieverbrauch und die Abhängigkeit von fossiler Energie zu vermindern. Schon bald würde auch in Speyer „intelligente Stromzähler“ bei Stadtwerkekunden zum Einsatz kommen.

Anton Steber erläuterte das innovative Energieversorgungskonzept für die von seinem Wohnungsbau-Unternehmen geplanten Hafenvillen am alten Rheinhafen. Dieses sei unter der Federführung der Stadtwerke entwickelt worden. Diese seien auch die Vertragspartner für die Umsetzung. Aus dem unter der Hafenstraße verlegten Abwasserkanal würde mittels eines Wärmetauschers Abwasserwärme gewonnen und diese mit Solarthermie kombiniert. Damit und mit einer Energie sparenden Bauweise würden bundesweit neue Maßstäbe gesetzt.