Zurückgewiesen hat der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat, Dr. Gottfried Jung, die Kritik aus den Reihen der Grünen und der SPD im Zusammenhang mit der Entscheidung des Aufsichtsrats der Stadtwerke über die Zukunft der Fernwärmeversorgung in Speyer. Der Entscheidung des Aufsichtsrats im Dezember letzten Jahres sei eine transparente Abwägung zwischen verschiedenen Lösungen vorausgegangen.
Dass bereits während der monatelangen Verhandlungen der Stadtwerke mit der MVV in Mannheim Pläne für eine Fernwärmeleitung existierten, sei eine Selbstverständlichkeit gewesen. Wenn zwei Unternehmen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Lösung verhandelten, dann müssten sie logischerweise auch Pläne für diese Lösung haben, die eine angemessene Kostenabschätzung ermöglichen. Sonst würde ja über ein Phantom verhandelt. Der Aufsichtsrat sei darüber auch informiert gewesen.
Auch die Kosten der Alternativlösung in Gestalt von zwei Gas-Blockheizkraftwerken seien auf der Grundlage einer Ingenieurplanung erarbeitet worden. Dabei habe man als finanziell günstigste Variante zugrunde gelegt, dass die Blockheizkraftwerke auf städtischen Grundstücken errichtet würden. Das eine Blockheizkraftwerk sollte neben dem jetzigen Heizkraftwerk errichtet werden, als möglicher Standort für das zweite Kraftwerk sei der Garten hinter der Stadthalle genannt worden. Nachdem sich die CDU im Aufsichtsrat dagegen ausgesprochen habe, im Garten der Stadthalle ein Blockheizkraftwerk mit Schornstein und Wärmespeicher zu errichten, hätten sich die Stadtwerke um die Auswahl eines möglichen weiteren Standorts bemüht. Dabei sei der Schützengarten genannt worden. Deswegen könne auch nicht davon gesprochen werden, es habe keine Pläne für Standorte im Stadtgebiet gegeben.