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Forum „Speyer – Stadt für Familien“ sehr gut besucht

CDU macht sich für zukunftsorientiertes familiengerechtes Umfeld stark

„Speyer besitzt ein markantes Profil als kinder- und familienfreundliche Stadt“, so der CDU-Kreisvorsitzende und Stadtrat Michael Wagner beim sehr gut besuchten CDU-Forum „Speyer – Stadt für Familien“ im Ägidienhaus, zu dem er u.a. den CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Axel Wilke begrüßen konnte.  Dies bekräftigten viele Familien, die Speyer bewusst zu ihrem Lebensmittelpunkt gewählt hätten. Für diese Kinder- und Familienfreundlichkeit habe die CDU Speyer in den zurückliegenden Jahren sehr viel getan.

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Auf diesen Erfolgen wolle sich die CDU Speyer allerdings nicht ausruhen, so der CDU-Kreisvorsitzende. „Wir wollen Speyer noch kinder- und familienfreundlicher gestalten“ bekräftigte Wagner. Grundlegende Veränderungen in unserer Gesellschaft erforderten ein breites Angebot an Betreuungsmöglichkeiten. Dazu habe sich die CDU Speyer bereits bekannt, als in vielen anderen Städten ein solcher Bedarf noch ignoriert wurde. „Wir machen uns weiterhin für ein zukunftsorientiertes familiengerechtes Umfeld in Speyer stark“, so Wagner.

Fraktionsvorsitzender Dr. Gottfried Jung bestätigte: „Wir haben die Kinder- und Familienpolitik zum Mittelpunkt unserer politischen Arbeit gemacht. Das ist so, auch wenn dies andere politische Gruppierungen nicht wahr haben wollen“. Für die Zukunft sehe die CDU einen zusätzlichen Bedarf an Hortplätzen für schulpflichtige Kinder. So mache man sich aktuell Gedanken darüber, nach der Fusion der beiden Speyerer Fußballvereine FV und VfR ein nicht mehr benötigtes Vereinsheim  für zusätzliche Hortplätze zu nutzen. Auf diese Weise könnten 30 zusätzliche Hortplätze entstehen, so der CDU-Fraktionschef. Auch habe Frau Brecht-Fahnenstich vom Stadtelternausschuss einen guten Vorschlag zur Nutzung von Hortplätzen gemacht, dem man weiter nachgehen müsse. „Das, was wir an Plätzen haben, muss zukünftig noch effizienter genutzt werden, da nicht alle Hortplätze gleichzeitig ausgenutzt sind“, so Jung. Speyer nehme einen Spitzenplatz unter allen kreisfreien Städten  im Land bei der Betreuung mit Hortplätzen ein. Überdurchschnittlich sei man auch bei der Bereitstellung von  Ganztagesplätzen in den Kindertagesstätten wie auch bei der Betreuung der Kinder unter 3 Jahren.

„Es kling zwar abgedroschen, aber jeden Euro, den wir in diesem Bereich investieren, ist gut angebracht, denn die Kinder sind unsere Zukunft“, so Bürgermeister und Sozialdezernent Hanspeter Brohm. Im Jahr 2010 würden sieben neue Kindergartengruppen in Speyer eingerichtet werden, im Jahr 2011 kämen weitere elf Gruppen hinzu. Wichtig sei ihm zu erwähnen, dass die Stadtverwaltung bei der Planung immer im Gespräch mit der Kindergartenleitung und dem jeweiligen Träger sei. So führe man seit mehreren Jahren diesbezüglich Stadtteilkonferenzen durch. Auf diese Art und Weise höre man vor Ort, wo der Schuh drücke, so Brohm. Bei der Bereitstellung von Hortplätzen handle es sich um eine freiwillige Leistung und Speyer sei mit seinen 340 Hortplätzen auch sehr gut. „Das reicht uns aber nicht. In diesem Punkt wollen wir uns auch verbessern“, so der Sozialdezernent abschließend.

Rosemarie Keller-Mehlem vom Kinderschutzbund erläuterte den Bereich der Kindertagespflege und machte deutlich, dass hier die Nachfrage der Eltern in den letzten Jahren enorm angestiegen sei. Seien nach  dem ersten Ausbildungskurs noch sieben Tagesmütter gezählt worden, so könne man heute auf 53 Tagesmütter zurückgreifen. „Die Kindertagespflege beschäftigt sich vornehmlich mit kleineren Kindern, jedoch nehmen die Anfragen nach einer Betreuung schulpflichtiger Kinder im Bereich der Kindertagespflege zu“, so Keller-Mehlem.

Auch Petra Klumb, die Leiterin des Hauses für Kinder St. Hedwig bestätigte den Wandel in der Erziehungs- und Bildungslandschaft im Laufe der vergangenen Jahre. Auch im Kindergarten habe man sich auf die gesellschaftlichen Veränderungen einstellen müssen. So gebe es heute längere und großzügigere Öffnungszeiten als in früheren Jahren. Klumb lobte das ausgesprochen gute Miteinander  sowie die jederzeit verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung im Bereich der Kindertagesstätten. „Was hier in den letzten 15 Jahren gewachsen ist,  lässt mich meinen Beruf mit großer Freude ausüben“, so die Leiterin des Hauses für Kinder.

„Ich stehe vor Ihnen als die Verwalterin der Not“, so Gabriele Selinger, Rektorin der Klostergrundschule. Sie habe nur Platz für 40 Ganztagsschüler, nehme aber wegen der großen Nachfrage 60 auf, wofür sie spontan Lob von Bürgermeister Hanspeter Brohm erntete. „Irgendwie schaffen wir dies“, so die Rektorin. Das Problem der Ganztagsschule sei, dass am Freitagnachmittag und in den Ferien keine Betreuung angeboten werden könne. 

Frau Simone Schulze erläuterte die Sichtweise einer Tagesmutter. Sie habe sich eine berufliche Auszeit für die Erziehung ihrer beiden Kinder genommen und betreue nun im Wege der Kindertagespflege ein weiteres Kind. Sie bekräftigte die umsichtige Betreuung durch den Kinderschutzbund und bestätigte die hohe Nachfrage im Kleinkinderbereich. Simone Schule machte aber auch deutlich, dass nicht nur die Kommune allein für die Kinder- und Familienfreundlichkeit in einer Stadt sorgen müsse. In Zeiten knapper Kassen könne mit Elterninitiativen einiges erreicht werden und verwies auf die von ihr gegründete  Elterninitiative Feuerbachpark und ihre Idee vom Park der Generationen, die von der CDU-Stadtratsfraktion auch sofort aufgegriffen und weiterverfolgt wurde.

„Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in einem Verein ist von enorm großer Wichtigkeit“, so Stadträtin und Kreisjugendsportbeauftragte Gerlinde Görgen. Die Geschäftsführerin des Judosportvereines verwies darauf, dass viele der vom Verein betreuten Kinder sich heute selbst in einer Betreuungsposition wiederfänden. „Die Jugendlichen erkennen selbst die Notwendigkeit einer Betreuung und schaffen entsprechende Angebote. Die so erfahrene und gewonnene Sozialkompetenz ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen“, so die Kreisjugendsportbeauftragte abschließend.